Die Benpacker – Entstehungsgeschichte

Die Idee entstand unterwegs

Im Jahr 2000 schloss ich mein Kunststudium an der Alanus Hochschule in Bonn/Alfter ab. Direkt im Anschluss ging es zum dritten Mal in Folge mit meiner heutigen Frau Vicky nach Australien. Wir hatten große Rucksäcke gepackt und wollten in Etappen mit dem Bus die Strecke von Sydney nach Cairns meistern. Eigentlich hatte ich schon geplant, dort auf einem Flohmarkt oder Ähnlichem einen alten Kinderwagen zu einem rollenden Gepäcktransporter umzubauen. Es kam aber ganz anders. Kein Kinderwagen wurde gefunden oder umgebaut.

Der Gedanke an eine Alternative

Das Gepäck mussten wir auf unseren Etappenzielen immer schleppen und sinnloserweise in vollem Umfang „ertragen“. Ich habe dabei aber immer sehr genau auf die Wege und Pfade geachtet und bemerkt, dass uns fast auf allen Touren ein rollender Gefährte die ganze Reise in diesem heißen Land enorm erleichtert hätte. Nach der dreimonatigen Reise, zurück im Schwarzwald, ließ mich der Gedanke an einen solchen Wanderhelfer nicht mehr in Ruhe.

Meerblick mit Felsen

Erste Prototypen und echte Tests

Meine Idee wurde zur Vision und nahm immer mehr Gestalt an, bis ich einer guten Freundin aus dem Studium ca. 2003 davon erzählte. „Mach doch mal ein Patent“, hat sie so locker flockig daher gesagt. „Okay, warum eigentlich nicht“, war meine Antwort. Und so begann ich mich mit wenig Liebe und Ahnung von Technik ans Werk zu machen.

Konstruktionszeichnungen auf einem Holztisch

Vom Einzelstück zum Patent

2004, nach vielen Tests und einem dadurch entstandenen Verständnis zur Physik, nahm ich alle Zeichnungen und Textentwürfe mit zur Patentanwältin, die alles haarklein mit mir durchsprach, um das Patent noch im selben Jahr am Deutschen Patentamt einzureichen.

Nach einer anfänglich sehr kleinen Serienproduktion des „Archetyps“ entstand dann auch der Name „Benpacker“. Freunde gaben mir diesen Rat. Und ich nahm ihn sehr gerne an!

Die Benpacker Entscheidung

2010 stand ich vor der Frage, ob ich das ganze Unterfangen an den Nagel hängen oder weitermachen werde. Wie das Leben so spielt, kamen mit der Frage auch schon bedürftige Menschen auf mich zu. Der letzte Serienpacker war aber bereits ausverkauft. Ich beriet mich mit meiner Frau, ob wir das Ganze weiterführen wollen oder nicht. Ich wusste, dass wir das zusammen durchstehen müssen, wenn ich weitermachen sollte. Und so kam auch die klare Entscheidung: ein „Ja“ zum Benpacker. Auf der Euro-Bike, am letzten Tag, in der letzten halben Stunde, fand ich dann in der Firma Weber-Technik den richtigen Partner, um meine Vision in das zu verwandeln, was Benpacker heute ist.

Der erste Benpacker der Neuzeit

Nach einem Jahr Konstruktion, etlichen Tests, Rückschlägen und immer mehr Erfolgen ging der erste Benpacker der Neuzeit in die Serienproduktion und wurde von da an zum Inbegriff für Zuverlässigkeit auf Reisen wie auch im professionellen Einsatz auf vielen Expeditionen.

An dieser Stelle will ich mich herzlich bei tausenden Benpackern bedanken, die Benpacker zu dem gemacht haben, was es heute ist.

Zubehör zum Benpacker
Ben Größle mit Benpacker auf dem Rücken

Vom leidenschaftlichen Künstler zum Techniker-Künstler

Im Studium war ich eher mit Naturmaterialien wie Holz, Ton, Farben, Knochen oder Papier zu Gange. Ich musste also meine ganze Herkunft und Zukunft zugleich an die neuen Gegebenheiten anpassen.

Meine ganze künstlerische, schöpferische Kraft floss in Form, Design und Physikverständnis in die Konstruktion ein.

Ich hatte aber ein nicht zu unterschätzendes Problem: Schrauben … was bis heute nicht gerade meine Passion ist! Was sich aber durch mittlerweile einen kleinen Mitarbeiterstab, Gott sei Dank, auf ein Minimum reduzieren ließ.

Hier schon mal ein großes Dankeschön an das Benpacker-Team. Allen voran Jean-Marc Dègras, der mir ein guter Freund und großartiger Helfer (Schrauber 😉 ) zugleich geworden ist.
 
Auch mein lieber Freund Uwe Diedenhoven zählt jetzt zur Benpacker-Familie. Er unterstützt mich in tiefer Freundschaft und ermöglicht uns einen größeren Spielraum in der Weiterentwicklung neuer Themen.

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